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Aufbau von relationalen Datenbanken

Relationale Datenbanken (RDB) heissen so, weil die Daten in Relationen gespeichert werden.

Mit "Relation" ist ein Ausdruck aus der Mathematik gemeint. In RDBMS werden Relationen jeweils als Tabellen angezeigt.

Hinweis: mit "Relation" ist nicht die Verknüpfung zwischen Tabellen gemeint!

Aufbau von Tabellen

Tabellen in der sog. "Datenblattansicht" zeigen den Inhalt der Tabelle an. Hier sehen Sie ein Beispiel inkl. Beschriftung der einzelnen Teile:

  • In der formalen Sprache nennt man ein einziges "identifizierbares Ding", das gespeichert werden kann, eine Entität
    • In der Umgangssprache nennt man es Datensatz, und damit ist einfach eine Zeile in der Tabelle gemeint
  • Die Gesamtheit aller gleichartigen Entitäten nennt man formal Entitätstyp. In der Umgangssprache nennen wir dies Tabelle
  • Jede Spalte wird bei der Erstellung der Tabelle definiert und mit bestimmten Datentypen versehen
    • Spalten nennt man auch Attribut oder Feld
  • Jede Tabelle sollte einen sog. Primärschlüssel enthalten. Dies ist eine Spalte (optimalerweise diese ganz links), welche nur eindeutige, also nicht doppelte Werte enthält. In der Praxis ist dies häufig eine automatisch erzeugte Nummer
  • Eine Tabelle kann einen Fremdschlüssel enthalten. Dieser Fremdschlüssel bezieht sich auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle. So werden Beziehungen zwischen Tabellen geschaffen. Die Tabelle "Positionen", welche eine Beziehung mit der obigen Tabelle "Spieler" hat, sehen Sie hier:

Achtung, in der Statistik versteht man unter "Datensatz" nicht eine einzelne Zeile, sondern den gesamten Bestand von Daten, welche für eine bestimmte statistische Auswertung verwendet wird.

Aufbau von RDBMS

Relationale Datenbankmanagementsysteme können unter anderen folgende Bereiche enthalten:

  • Tabellen (welche Daten enthalten)
  • Regeln auf den Attributen einer Tabelle
    • z.B. Definieren eines Primärschlüssels
    • Festlegen, ob Null-Werte in einem Feld erlaubt sind oder nicht
    • Standard-Vorgabe für neue Datensätze
  • Regeln für Beziehungen zwischen Tabellen
    • Forderung der referentiellen Integrität
    • Lösch- oder Aktualisierungsweitergabe
  • Die Abfragesprache SQL, um Daten aus den Tabellen auszuwerten
  • Views, um SQL-Befehle zu speichern
  • Transaktionen, um Aktionsabfragen (welche Daten verändern können) abzusichern, sodass sie bei einem Fehler vollständig rückgängig gemacht werden können

Desktop-Datenbanken wie Microsoft Access oder Claris Filemaker bieten zusätzlich innerhalb der Applikation einen GUI-Editor (Formular-Editor) sowie eine Report-Engine zum Erstellen von ausdruckbaren Berichten)

Beziehungen zwischen Tabellen

Relationale Datenbanken weisen eine Spezialität auf: zwischen den Relationen (Tabellen) definiert man Beziehungen. Die Skizze mit allen Tabellen und den Beziehungen dazwischen nennt man Datenmodell.

Das folgende Bild zeigt ein sog. "Entity Relationship Modell":

Figure 1: Entity Relationship Modell (Patrick Boekhoven)1)

Das gleiche Datenmodell kann man auch als "relationales Datenmodell" zeichnen, was wie folgt aussieht:

Figure 2: Relationales Datenmodell (eigene Skizze, nach Boekhoven 2022)1)

Der Vorteil des relationalen Datenmodells gegenüber dem ER-Modell ist, dass es deutlich kompakter zu zeichnen ist.

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